Heartbeat Nachtgebet mit Liedern aus Taize

Lobet den Herrn alle Völker. Nachtgebet mit Liedern aus Taizé mit dem Sachausschuß Jugend des Pfarrgemeinderates St. Martin.

Die Dämmerung zeichnete weiche Linien an die Wände im Innenhof des historischen Pfarrhofs in dessen Mitte die Jugendlichen ein Bodenbild mit Lichtern, Bibel und Kreuz gestaltet haben.
Maria Dambacher und Anna Roider sangen und spielten mit einigen Jugendlichen Gesänge aus Taizé während sich immer mehr junge und jung gebliebene in den Kreis setzten. Auf Decken, Stühlen und Sitzkissen saßen alle und fühlten dem eigenen Herzschlag nach.

Mit Gott den Übergang gestalten

Am Abend, dem Übergang zur Nacht, dem letzten Schultag, am Beginn der Ferien zur Ruhe kommen und Gemeinschaft in Gesang und Gebet erfahren. In den ruhigen Gesängen, die mit wechselnden Instrumentalbesetzungen begleitet wurden erklangen Keyboard, Block- und Querflöte ebenso wie eine Klarinette. Durch Stimmmodulation war jedes Lied von ganz besonderer Prägung.

Christus die Mitte – vom Herzen des Vaters

Mit zunehmender Dunkelheit wurde das Herz aus Lichtern in der Mitte bestimmender, in dessen Mitte Bibel und Kreuz waren. Christus, der am herzen des Vaters ruhte – wie es der Prolog des Johannesevangeliums sagt – bringt uns Kunde von Gott. Ermutigt uns ja zu sagen zu unserer Sehnsucht und den Regungen unseres Herzens.

Gesegnet gehen

Mit der Segensbitte und dem Lied in manus tuas, in deine Hände, Vater, lege ich meinen Geist endete das gemeinsame Nachtgebet. Getragen vom gemeinsamen Singen und Beten war die Atmosphäre dieses Abends weiter zu spüren. Nach der Hetze des Tages, der Hitze des Sommers ein besondere Abend für alle, die sich darauf einlassen wollten.

Heartbeat - Taizegebet

Jubiläumsradltour mit Evi Wieland

Frauenbund führt jährliche Fahrradtour zum Waberlbaum durch.

Bereits zum 25. Mal organisierte Evi Wieland für den Frauenbund die fest im Jahresprogramm verankerte Radltour rund um die Heimat Laberweinting. Wegen leichtem Regen wurde die Einkehr bei Frauenbundmitglied Christa Wellenhofer in Eitting vorgezogen. Beim gemütlichen Beisammensein trugen einige Frauen besinnliche Texte über das Thema "Zeit" vor. Danach ging die Fahrradtour weiter über Weingarten, Haagmühl nach Geiselhöring zum Waberlbaum. Der Name kommmt daher, weil früher die Eierfrauen "Waberl" genannt wurden und eine solche vor vielen Jahren an dieser Stelle vom Blitz erschlagen wurde. Am Feldkreuz des  Waberlbaums sangen die Frauen ein Lied und traten die Heimfahrt an, weil der Himmel sich wieder zuzog. Zum Dank für die langjährige Organisation wurde Evi Wieland durch Vorsitzende Elisabeth Huber ein Straubinger Regenschirm überreicht.


Fotos: Trotz zweifelhaften Wetter fuhren die Weintinger Frauen mit dem Fahrrad zum Waberlbaum mit Feldkreuz.
Sonnenuntergangsstimmung am Waberbaum

 

Heil sein heißt ganz sein

Der Straubinger Internist Dr. Michael Forster informierte am Freitagabend über Traditionelle Chinesische Medizin

 

 

Eilends wurden Stühle herbeigetragen um allen Interessierten Platz zu bieten. Der Pfarrsaal im Pfarrheim St. Martin in Laberweinting war voll, trotz sommerlicher Temperaturen. Die Pfarrei St. Martin und die Caritas Sozialstation Labertal luden zum Vortrag über traditionelle chinesische Medizin mit dem erfahrenen Internisten und TCM Fachmann Dr. Michael Forster aus Straubing ein. Seit einem vierteljahrhundert behandelt er in seiner Straubinger Praxis sowohl schulmedizinisch wie auch nach den Methoden TCM. Pfarrer Röhrner begrüßte ihn herzlich in Laberweinting. Als Lektor und Kommunionhelfer in der Pfarrei St. Josef in Straubing feierten sie oft zusammen die Heilige Messe und diskutierten theologische Fragen.

In seiner kurzweiligen Art brachte er dem Auditorium die Prinzipien der chinesischen Medizin nahe. Weil Ärzte früher etwa die kaiserliche Familie nicht wie üblich untersuchen konnten, entwickelte sich die Pulsdiagnose, weil der aus der Kutsche gehaltene Arm als einzige Diagnosemittel zur Verfügung stand.

Dampf über kochendem Reis

Anschaulich erklärte Dr. Michael Forster das Schriftzeichen Qi, das landläufig mit Energie übersetzt wird. Wörtlich genommen heißt es Dampf über kochendem Reis, was sich in der bildlichen Darstellung des Schriftzeichens wiederspiegelt. Viel eingängiger und unserer Denkweise näher könnten wir es auch mit dem Odem Gottes übersetzen, den Gott in der biblischen Schöpfungsgeschichte dem Menschen einhaucht und so leben schafft.

Ein geschichtlicher Rückblick in die Zeiten des chinesischen Kulturkampfes unter Mao Tse Tung und die Wiederentdeckung alter medizinischer Weisheit in dieser Zeit, die von Gewalt und Unrecht geprägt war, rundete das Bild ab. War die chinesische Medizin ursprünglich den kaiserlichen Eliten vorbehalten, wurde sie durch die Verbreitung im 20. Jahrhundert dem breiten Volk zugänglich.

Die Prinzipien der chinesischen Medizin beruhen auf alten Erfahrungswerten und dem Ausgleich im Körper. Am sinnenfälligsten ist dem westlichen Menschen das Symbol von Yin und Yang in Erinnerung, dass aktiv und passiv, männlich und weiblich sowie heiß und kalt wie viele andere körperliche Ausdrücke beschreiben kann.
Die ganzheitliche Sorge um den Menschen ist wesentlich für die Heilung oder den Erhalt der Gesundheit.

Heile die Mutter

Zusammenhänge erkennen und Anhängigkeiten sehen ist ein wesentlicher Teil der Anamnese. „Wenn das Kind krank ist, so heile die Mutter!“, sagte er provokativ. Damit ist nicht nur die leibliche Mutter-Kind-Beziehung gemeint, sondern auch der Zusammenhang der Elemente Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer in der chinesisch-medizinischen Diagnosemethode. So werden verschiedene Organe und Beschwerden verschiedenen Elementen zugeordnet. Im Blick auf den ganzen Menschen ist es oft wirkungsvoller die „Mutter“, das übergeordnete Element in die Heilung miteinzubeziehen um nachhaltige Besserung zu erreichen.

Pfarrer Röhrner dankte dabei auch den Mitarbeitern der Sozialstation für ihren Einsatz, den auch der medizinische Dienst der Krankenkassen wiederholt mit der Bestnote 1,0 bewertete. In der weiteren Diskussion konnten die Zuhörer noch offene Fragen stellen und auch rund um das Thema Akupunktur und die Anerkennung durch Krankenkassen wertvolle Informationen bekommen. In den Übersichten, die Dr. Forster verteilte, fasste er wichtige Informationen nochmal zusammen. Wichtig war ihm zu betonen, dass die chinesische Medizin die westliche Schulmedizin mit Medikamenten und Geräten nicht ersetzen wolle oder könne. Es sei ein weiterer wertvoller Baustein für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

 

Frauenbund spendet 500 Euro an Pfarrgemeinderat

Der Katholische Frauenbund Laberweinting veranstaltete im Biergarten von Gasthaus Otto Wellenhofer in Eitting ein Sommerfest mit Spendenübergabe. Über 50 Frauen kamen überwiegend per Rad zum Biergarten, um miteinander das Sommerfest zu feiern. Zweite Vorsitzende Silvia Spichtinger bedankte sich bei allen Frauen für das fleißige Miteinander im vergangenen Halbjahr. Mit einer Vorschau auf die kommenden Ereignisse wies Spichtinger besonders auf die Kräuterbüscherl-Aktion am 14./15.08. und den Jahresausflug nach Volkach mit Main-Schifffahrt und einem Besuch in Würzburg am Samstag, den 10.09.16, hin. Die erwirtschafteten Gelder aus den ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie z.B. Verkauf von Palmbüscherl oder Kaffee und Kuchen am Pfarrfest, kommen immer einem guten Zweck zuteil. So war der KDFB in der Lage 500 Euro an den Pfarrgemeinderat zu spenden. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Max Wolf nahm die Spende mit Freude entgegen und bedankte sich sehr herzlich. Bei lauschigen Sommertemperaturen genossen die Frauen die schöne Atmosphäre im Eittinger Biergarten. (gs)

Zwergerl beten

Diesmal drehte sich alles ums Gebet bei den Kleinsten im Gottesdienst. Viele waren wieder gekommen um gemeinsam mit dem Zwergerlgottesdienst und Pfarrer Huber zu feiern.

Was heißt das beten und wie geht das? Eine spannende Frage für die Kleinsten. Stück für Stück kamen sie der Antwort auf die Spur. Alles, was uns bewegt dürfen wir zu Gott bringen und ihm sagen, unsere Freude und den Dank, unsere Sorge und Bitte dürfen wir vor ihm aussprechen. Wir wissen Gott ist immer da und er hört uns immer.

Jetzt ist auch für das Zwergerlteam Sommerpause, nach den Ferien wird am 9. Oktober der nächste Zwergerlgottesdienst sein.

Taizé - Miteinander singen und Meditieren

Erstmals findet am
Freitag, den 29.07.2016 um 21 Uhr

ein Nachtgebet mit Taize Gesängen
im Innenhof des Pfarrheims statt.

Redaktion: Was ist eigentlich ein Taizé Gebet?

Maria Dambacher: Ein Taizé-Gebet ist ein Gebet mit vielen mehrstimmigen Gesängen aus einem Kloster in Frankreich. Dort ist ein internationaler Ort des Glaubens und der Begegnung entstanden. Durch das gemeinsame und mehrmalige Singen von einfachen Gesängen, unterstützt von Instrumenten, kann man gut in die Meditation kommen. Die Gesänge wechseln sich mit Texten, einem Psalm, einer Lesung und einer Stille ab. Viele brennende Kerzen tragen zu einer schönen Stimmung bei.  

Redaktion: Für wen ist das Nachtgebet gedacht?

Maria Dambacher: Wir wollen vor allem Jugendliche ansprechen, aber auch jeden, der gerne einmal diese Form des miteinander Singens und Meditierens kennen lernen möchte. 

Redaktion: Was muss ich mitbringen?

Maria Dambacher: Eine Decke auf der man es sich während des Gebetes am Boden gemütlich machen kann.

Redaktion: Woher kam die Idee zu dieser Form der Andacht?

Maria Dambacher:  Ich wollte – auch auf Wunsch von Jugendlichen - einmal diese Gebetsform ausprobieren, die vor allem bei Jugendlichen oftmals als „lockerer“ empfunden wird als eine Messfeier in der Kirche, bei der alle in die Bänke eingezwängt sind und sich – so habe ich oft den Eindruck - hauptsächlich als Zuschauer fühlen. Ich möchte diese andere Form des Miteinander-Betens einmal auszuprobieren. Ich bin der Meinung, dass ich die Jugendlichen auf diese Weise begeistern kann.

Übrigens gibt es  im Regensburger Dom jedes Jahr im November ein Taizé-Gebet, die sogenannte „Nacht der Lichter“. Das ist ein echtes Erlebnis für viele. Mit Bussen kommen Gläubige aus allen Teilen der Diözese. Viele sitzen mit Decken und Lichtern auf dem Boden. Ich habe das als junge Erwachsene sehr beeindruckend gefunden.

 

Das Interview führte Gudrun Schmalhofer

Gemeindeevangeliar