Die Erde ist mit Himmel vollgepackt...

 

 

Die ganze Erde ist mit Himmel vollgepackt
und jeder gewöhnliche Dornbusch brennt mit Gott -
Aber nur der, der es sieht, zieht die Schuhe aus,
die anderen sitzen herum und pflücken Brombeeren.

Elisabeth Barret-Browning

 

Wohin Sie in diesen Wochen die Wege auch führen mögen, ich wünsche Ihnen gute Erholung und die Erfahrung, dass auch Ihr Leben mit Himmel vollgepackt ist.

Ihr Pfr. Reinhard Röhrner

 

Grausamkeit und Trost in einem Bild

Kopie des Grabtuchs von Turin in der Pfarrkirche St. Martin in Laberweinting bis zum Sonntag zu sehen. 

Das sogenannte Grabtuch von Turin, das  seit 1578 ununterbrochen im Dom von Turin aufbewahrt wird ist eine Reliquie, die auch moderne Menschen bewegt. Ist es das Grabtuch in dem Josef Arimathäa mit den Frauen Jesus bestattete und das in dem Abruck so ein Bildnis Jesu überliefert? Ist es eine Reliquie der Auferstehung? Viele Fragen, die rund um das Grabtuch gestellt werden und auch in unterschiedlichen Formen von Gläubigen und Wissenschaftlern wiederholt werden.

Das Bild beeindruckt in jedem Fall, es zeigt einen menschlichen Leib, der grausam gefoltert und mit Dornen gekrönt wurde. Einige wollen eine fromme Fälschung des Spätmittelalters erkennen, andere legen überzeugende Belege vor, die auf die Authentizität des Tuches aus der Zeit Jesu schließen lassen.

Bis heute ungeklärt ist es, wie das Abbild auf das Tuch kam. Es ist ein schattenhafter Abdruck, der nur ganz zart erkennbar ist. In der fotographischen Wiedergabe zeigt sich im Negativ die detailgenaue Darstellung des männlichen Leibes. Auf dem Turiner Grabtuch ist ein etwa 175-180 cm großer nackter Mann von etwa 25 bis 40 Jahren zu sehen. Er besitzt eine kraftvolle und wohlproportionierte Gestalt, trägt schulterlanges, in der Mitte gescheiteltes Haar und nicht zu langen Vollbart. Die rechte Schulter ist merklich abgesenkt, was auf die rege Betätigung des rechten Arms hinweisen könnte. Zahlreichen gerichtsmedizinischen Untersuchungen und Experimenten ist es nicht gelungen, irgendeine anatomische Einzelheit als falsch zu erweisen. Vielmehr zeigt das
Abbild in vollkommener anatomischer und physiologischer Exaktheit den ungewöhnlich
komplexen und bis heute nicht endgültig verstandenen, da nicht wirklich reproduzierbaren Befund einer Kreuzigung. Tatsächlich konnte die Medizin vom Tuch lernen, selbst bei solchen Details, in denen das Bild von der gesamten Kunsttradition abweicht, etwa bei der Nagelung in den Handwurzeln, und nicht in den Handflächen.

Am Freitag 2. September wird es nach der Vesper um 18.00 Uhr eine kleine Einführung geben und am Sonntag, 4. September abends um 19.00 Uhr eine Andacht mit geistlichen Impulsen zum Grabtuch.

Am Montag setzt die Kopie des Grabtuchs seinen Weg durch die Diözese im Jahr der Barmherzigkeit fort.

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!

Heute feiert Pfarrer Reiner Huber seinen 75. Geburtstag, vor 40 Jahren wurde er im Dom St. Peter zu Regensburg zum Priester geweiht.

Wir wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen, viele Begegnungen, die er mit seinem Charme bereichern kann, und viele Stunden in froher Gemeinschaft.

Heute, 2. August 2016,
feiern wir in der Wallfahrtskriche
unsere liebe Frau von Haader
um 19.00 Uhr die Heilige Messe.

Herzliche Einladung.

Heartbeat Nachtgebet mit Liedern aus Taize

Lobet den Herrn alle Völker. Nachtgebet mit Liedern aus Taizé mit dem Sachausschuß Jugend des Pfarrgemeinderates St. Martin.

Die Dämmerung zeichnete weiche Linien an die Wände im Innenhof des historischen Pfarrhofs in dessen Mitte die Jugendlichen ein Bodenbild mit Lichtern, Bibel und Kreuz gestaltet haben.
Maria Dambacher und Anna Roider sangen und spielten mit einigen Jugendlichen Gesänge aus Taizé während sich immer mehr junge und jung gebliebene in den Kreis setzten. Auf Decken, Stühlen und Sitzkissen saßen alle und fühlten dem eigenen Herzschlag nach.

Mit Gott den Übergang gestalten

Am Abend, dem Übergang zur Nacht, dem letzten Schultag, am Beginn der Ferien zur Ruhe kommen und Gemeinschaft in Gesang und Gebet erfahren. In den ruhigen Gesängen, die mit wechselnden Instrumentalbesetzungen begleitet wurden erklangen Keyboard, Block- und Querflöte ebenso wie eine Klarinette. Durch Stimmmodulation war jedes Lied von ganz besonderer Prägung.

Christus die Mitte – vom Herzen des Vaters

Mit zunehmender Dunkelheit wurde das Herz aus Lichtern in der Mitte bestimmender, in dessen Mitte Bibel und Kreuz waren. Christus, der am herzen des Vaters ruhte – wie es der Prolog des Johannesevangeliums sagt – bringt uns Kunde von Gott. Ermutigt uns ja zu sagen zu unserer Sehnsucht und den Regungen unseres Herzens.

Gesegnet gehen

Mit der Segensbitte und dem Lied in manus tuas, in deine Hände, Vater, lege ich meinen Geist endete das gemeinsame Nachtgebet. Getragen vom gemeinsamen Singen und Beten war die Atmosphäre dieses Abends weiter zu spüren. Nach der Hetze des Tages, der Hitze des Sommers ein besondere Abend für alle, die sich darauf einlassen wollten.

Heartbeat - Taizegebet

Jubiläumsradltour mit Evi Wieland

Frauenbund führt jährliche Fahrradtour zum Waberlbaum durch.

Bereits zum 25. Mal organisierte Evi Wieland für den Frauenbund die fest im Jahresprogramm verankerte Radltour rund um die Heimat Laberweinting. Wegen leichtem Regen wurde die Einkehr bei Frauenbundmitglied Christa Wellenhofer in Eitting vorgezogen. Beim gemütlichen Beisammensein trugen einige Frauen besinnliche Texte über das Thema "Zeit" vor. Danach ging die Fahrradtour weiter über Weingarten, Haagmühl nach Geiselhöring zum Waberlbaum. Der Name kommmt daher, weil früher die Eierfrauen "Waberl" genannt wurden und eine solche vor vielen Jahren an dieser Stelle vom Blitz erschlagen wurde. Am Feldkreuz des  Waberlbaums sangen die Frauen ein Lied und traten die Heimfahrt an, weil der Himmel sich wieder zuzog. Zum Dank für die langjährige Organisation wurde Evi Wieland durch Vorsitzende Elisabeth Huber ein Straubinger Regenschirm überreicht.


Fotos: Trotz zweifelhaften Wetter fuhren die Weintinger Frauen mit dem Fahrrad zum Waberlbaum mit Feldkreuz.
Sonnenuntergangsstimmung am Waberbaum

 

Heil sein heißt ganz sein

Der Straubinger Internist Dr. Michael Forster informierte am Freitagabend über Traditionelle Chinesische Medizin

 

 

Eilends wurden Stühle herbeigetragen um allen Interessierten Platz zu bieten. Der Pfarrsaal im Pfarrheim St. Martin in Laberweinting war voll, trotz sommerlicher Temperaturen. Die Pfarrei St. Martin und die Caritas Sozialstation Labertal luden zum Vortrag über traditionelle chinesische Medizin mit dem erfahrenen Internisten und TCM Fachmann Dr. Michael Forster aus Straubing ein. Seit einem vierteljahrhundert behandelt er in seiner Straubinger Praxis sowohl schulmedizinisch wie auch nach den Methoden TCM. Pfarrer Röhrner begrüßte ihn herzlich in Laberweinting. Als Lektor und Kommunionhelfer in der Pfarrei St. Josef in Straubing feierten sie oft zusammen die Heilige Messe und diskutierten theologische Fragen.

In seiner kurzweiligen Art brachte er dem Auditorium die Prinzipien der chinesischen Medizin nahe. Weil Ärzte früher etwa die kaiserliche Familie nicht wie üblich untersuchen konnten, entwickelte sich die Pulsdiagnose, weil der aus der Kutsche gehaltene Arm als einzige Diagnosemittel zur Verfügung stand.

Dampf über kochendem Reis

Anschaulich erklärte Dr. Michael Forster das Schriftzeichen Qi, das landläufig mit Energie übersetzt wird. Wörtlich genommen heißt es Dampf über kochendem Reis, was sich in der bildlichen Darstellung des Schriftzeichens wiederspiegelt. Viel eingängiger und unserer Denkweise näher könnten wir es auch mit dem Odem Gottes übersetzen, den Gott in der biblischen Schöpfungsgeschichte dem Menschen einhaucht und so leben schafft.

Ein geschichtlicher Rückblick in die Zeiten des chinesischen Kulturkampfes unter Mao Tse Tung und die Wiederentdeckung alter medizinischer Weisheit in dieser Zeit, die von Gewalt und Unrecht geprägt war, rundete das Bild ab. War die chinesische Medizin ursprünglich den kaiserlichen Eliten vorbehalten, wurde sie durch die Verbreitung im 20. Jahrhundert dem breiten Volk zugänglich.

Die Prinzipien der chinesischen Medizin beruhen auf alten Erfahrungswerten und dem Ausgleich im Körper. Am sinnenfälligsten ist dem westlichen Menschen das Symbol von Yin und Yang in Erinnerung, dass aktiv und passiv, männlich und weiblich sowie heiß und kalt wie viele andere körperliche Ausdrücke beschreiben kann.
Die ganzheitliche Sorge um den Menschen ist wesentlich für die Heilung oder den Erhalt der Gesundheit.

Heile die Mutter

Zusammenhänge erkennen und Anhängigkeiten sehen ist ein wesentlicher Teil der Anamnese. „Wenn das Kind krank ist, so heile die Mutter!“, sagte er provokativ. Damit ist nicht nur die leibliche Mutter-Kind-Beziehung gemeint, sondern auch der Zusammenhang der Elemente Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer in der chinesisch-medizinischen Diagnosemethode. So werden verschiedene Organe und Beschwerden verschiedenen Elementen zugeordnet. Im Blick auf den ganzen Menschen ist es oft wirkungsvoller die „Mutter“, das übergeordnete Element in die Heilung miteinzubeziehen um nachhaltige Besserung zu erreichen.

Pfarrer Röhrner dankte dabei auch den Mitarbeitern der Sozialstation für ihren Einsatz, den auch der medizinische Dienst der Krankenkassen wiederholt mit der Bestnote 1,0 bewertete. In der weiteren Diskussion konnten die Zuhörer noch offene Fragen stellen und auch rund um das Thema Akupunktur und die Anerkennung durch Krankenkassen wertvolle Informationen bekommen. In den Übersichten, die Dr. Forster verteilte, fasste er wichtige Informationen nochmal zusammen. Wichtig war ihm zu betonen, dass die chinesische Medizin die westliche Schulmedizin mit Medikamenten und Geräten nicht ersetzen wolle oder könne. Es sei ein weiterer wertvoller Baustein für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

 

Frauenbund spendet 500 Euro an Pfarrgemeinderat

Der Katholische Frauenbund Laberweinting veranstaltete im Biergarten von Gasthaus Otto Wellenhofer in Eitting ein Sommerfest mit Spendenübergabe. Über 50 Frauen kamen überwiegend per Rad zum Biergarten, um miteinander das Sommerfest zu feiern. Zweite Vorsitzende Silvia Spichtinger bedankte sich bei allen Frauen für das fleißige Miteinander im vergangenen Halbjahr. Mit einer Vorschau auf die kommenden Ereignisse wies Spichtinger besonders auf die Kräuterbüscherl-Aktion am 14./15.08. und den Jahresausflug nach Volkach mit Main-Schifffahrt und einem Besuch in Würzburg am Samstag, den 10.09.16, hin. Die erwirtschafteten Gelder aus den ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie z.B. Verkauf von Palmbüscherl oder Kaffee und Kuchen am Pfarrfest, kommen immer einem guten Zweck zuteil. So war der KDFB in der Lage 500 Euro an den Pfarrgemeinderat zu spenden. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Max Wolf nahm die Spende mit Freude entgegen und bedankte sich sehr herzlich. Bei lauschigen Sommertemperaturen genossen die Frauen die schöne Atmosphäre im Eittinger Biergarten. (gs)

Zwergerl beten

Diesmal drehte sich alles ums Gebet bei den Kleinsten im Gottesdienst. Viele waren wieder gekommen um gemeinsam mit dem Zwergerlgottesdienst und Pfarrer Huber zu feiern.

Was heißt das beten und wie geht das? Eine spannende Frage für die Kleinsten. Stück für Stück kamen sie der Antwort auf die Spur. Alles, was uns bewegt dürfen wir zu Gott bringen und ihm sagen, unsere Freude und den Dank, unsere Sorge und Bitte dürfen wir vor ihm aussprechen. Wir wissen Gott ist immer da und er hört uns immer.

Jetzt ist auch für das Zwergerlteam Sommerpause, nach den Ferien wird am 9. Oktober der nächste Zwergerlgottesdienst sein.

Gemeindeevangeliar