Fremde werden Freunde - Kindermusical

Zum ersten Mal hat der Kinderchor St. Martinsspatzen unter der Leitung von Anna Roider am Pfarrfest einen Auftritt.

Redaktion: Der Kinderchor führt ein Musical auf. Wann findet es statt?

Anna Roider: Das Kindermusical "Fremde werden Freunde" findet am Sonntag, den 03. Juli um 14 Uhr statt.

Redaktion: Welche Geschichte steckt dahinter?

Anna Roider:  Es ist die Geschichte von den Kindern in Gelbland und in Blauland. Eines Tages herrscht in Gelbland Krieg und alle Gelbländer flüchten nach Blauland. Irgendwann wird es den Blauländern zu viel: zu viel Gelb, zu viel Fremde. Sie beschließen eine Mauer um die Gelben zu bauen, eine sehr hohe Mauer! Doch dann fängt ein Kind aus Blauland an, Seifenblasen über die hohe Mauer zu den Gelbland-Kindern zu schicken. Die Seifenblasen tanzen über die Mauer und die Kinder fangen an, die große schwarze Mauer abzubauen – so können aus Fremden Freunde werden!

Redaktion: Das Musical greift also momentane Problematik auf.

Anna Roider: Ja. Es ist eine wunderbare Geschichte, die aktueller ist, denn je – denn sie kann auch auf Lampedusa, in Syrien oder in Bethlehem geschehen – überall wo Menschen ausgegrenzt werden.

Redaktion: Können interessierte Kinder auch am Kinderchor teilnehmen?

Anna Roider: Kinder von der ersten bis vierten Klasse sind immer herzlich willkommen. Wir proben jeden Freitag um 15:15 Uhr im Pfarrheim St. Martin.

Redaktion: Wann ist ein Einstieg möglich?

Anna Roider: Nach den Sommerferien starten wir wieder. Die Kinder können jederzeit unverbindlich schnuppern.

Redaktion: Vielen Dank für das Interview. Viel Spaß und Erfolg beim Musical.

Das Interview führte Gudrun Schmalhofer. (gs)

Barmherziger Samariter im Zwergerlgottesdienst

Am vergangenen Sonntag besuchten nach der Heiligen Messe die Kleinkinder mit ihren Eltern in die Pfarrkirche St. Martin den Zwergerlgottesdienst. Für die jungen Familien aus und um Laberweinting ist dies eine gute Gelegenheit einen Gottesdienst zu besuchen. Dieses Angebot der Pfarrei wird durch ehrenamtliche Eltern möglich, die alle vier Wochen einen kindgerechten Gottesdienst vorbereiten. Das Zwergerlgottesdienst-Team bereiteten das Thema „Der barmherzige Samariter – Na klar, ich helfe dir!“ vor. Die Geschichte des Barmherzigen Samariters wurde mit den Eglifiguren, den biblischen Erzählfiguren, den Kindern erzählt und vorgespielt. Pfarrer Reinhard Röhrner erklärte das Gleichnis den Kindern. Ein weiterer fester Bestandteil des Kleinkindgottesdienstes sind Fürbitten und das gemeinsame Vater unser. Ein Kind durfte eine Hand, als Symbol für Helfen, auf die große Kinderkerze anbringen. Zum Abschluss bekamen die Kinder ein Ausmalbild geschenkt. (gs)

Maria, Mutter der Barmherzigkeit

Die Wallfahrtskirche Haader konnte nicht alle Gläubigen fassen, die am Montag 13. Juni zum abendlichen Wallfahrtsgottesdienst kamen. Weihbischof Dr. Josef Graf kam aus Regensburg um mit den Pilgern die Messe zu feiern und das Wort Gottes auszulegen.

In seiner Predigt ging er von dem alten Mariengebet 'Salve Regina' aus und erschloss es für unsere Zeit. Auch wir kennen Zeiten der Freude und Zeiten des Leides. Im Blick auf die Welt erfahren wir uns oft als jene, die dankbar sein dürfen. Gleichzeitig ist Maria als Mutter der Barmherzigkeit auch unsere Mutter und wie eine Mutter mit offenem Herzen für die Menschen. Wie im Gebet stellt sie sich aber nicht selber in den Mittelpunkt, sondern ihren Sohn Jesus Christus. Wie im Gnadenbild von Haader, wo Maria hinter ihrem Sohn zurück tritt und ihn der Welt und den Menschen entgegen hält.  

So ist es ein besonderer Ort der Gnade, weil so viele Menschen hier seit mehr als zwei Jahrhunderten zusammen kommen und ihre Freude und Sorge zur Gottesmutter bringen. Das gemeinsame Beten und Singen stärkt gegenseitig im Glauben. Neben dem Weihbischof konzelebrierten Pfarrer Reinhard Röhrner und Pfarrer Reiner Huber, Kaplan Markus Daschner sowie zwei Patres aus Aufhausen.

Nach dem feierlichen Segen zogen alle hinaus um in der Lichterprozession noch einmal besonders für Menschen mit Sorgen und Not zu beten. Auch Weihbischof Josef reihte sich in die Reihe der Pilger ein. Der Haaderer Zweigesang gestaltete neben dem Volksgesang Messfeier und Prozession.

Zu Kastulus und Korbinian

Für alle Wetterlagen ausgesrüstet brachen die Frauen und Männer gut gelaunt mit dem Bus zur diesjährigen Pfarrwallfahrt auf. Der Weg führte zunächst in die Stadt Moosburg zum altehrwürdigen Kastulusmünster. Das Münster zeigt sich als romanische Kirchenanlage im neugotischen Kleid, nachdem im 19. Jahrhundert die barocken Spuren weitgehend entfernt wurde. Das Kloster Moosburg zählte im Hochmittelalter zu den bedeutenden Abteien und prägten das kulturelle Leben im weiten Umkreis. Die Werke des Landshuter Meisters Hans Leinberger prägen den Kirchenraum, der in seinen filigranen Hochaltar mündet. Vom ehemaligen Lettner und Kreuzaltar zeugt heute noch das mächtige gotische Kruzifix an der rechten Wand des Mittelschiffs der dreischiffigen Kirche.

Über den Wochenmarkt führte der Weg zurück zum Bus und schließlich nach Freising. Nach einer Messfeier in der Marienkapelle und ehemaligen erzbischöflichen Privatkapelle am Dom erwartete die Wallfahrer eine Führung durch den Marien- und Korbiniansdom.

Mit festlichen Orgelklängen wurde die Gruppe der Laberweintinger Wallfahrer begrüßt und konnte sich in das barocke Meisterwerk der gebrüder Asam einfühlen. Neben geschichtlichen Hinweisen ging es dem Domführer vor allem auch im den geistlichen Zugang zu den Kunstwerken.

Den Wichtigkeit des Perspektivwechsel beim Betrachten einer Skulptur machte Pfarrer Reinhard Röhrner an der Kreuzigungsgruppe von Egid Quirin Asam deutlich, wie von einem verletzlichem Leben zu einer erlösten Gestalt alles in einer Figur dargestellt werden kann und so den Weg des beters vom Betreten der Kirche bis zum Opfer am Altar mitnimmt.

Über den Freisinger Stadtplatz bei schönem Wetter konnten die zahlreichen Eindrücke beim Flanieren verinnerlicht werden und über einen Brotzeitstopp führte der Weg wieder alle gut und heil nach Hause.

Eindrücke von der Pfarrwallfahrt

Einfache Seelsorge ist machbar

Dekanat Geiselhöring feiert Kapitelsjahrtag in Laberweinting

Zum diesjährigen Kapitelsjahrtag, dem Festtag des Dekanates Geiselhöring, kamen die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge im Pfarrheim St. Martin in Laberweinting zusammen. Prof. em. Hubert Windisch versuchte in einem pastoraltheologisch-fundamentaltheologischen Streifzug seine Idee ‚einfacher Seelsorge‘ vorzustellen. Auch wenn der Widerspruch angesichts der Entwicklung der Welt und der Kirche zuerst auf Widerspruch stoßen mag, so geht es gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen von kirchlicher Seelsorge immer darum so einfach als möglich die frohe Botschaft zu verkünden.

Einfach Seelsorge heißt nicht nur weglassen, sondern eine Konzentration auf die Wesenszüge des Glaubens und dem Selbstverständnis der Kirche. Mit dem Bonmot Mark Twains, als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir die Anstrengungen, wies er auf oft falsch verstandenen kirchlichen Aktionismus hin, der nicht selten in Frustration endet. Natürlich darf sich dabei Kirche und Seelsorge nicht in der Oberflächlichkeit verlieren, sondern muss gerade die wichtigen Aussagen in den Mittelpunkt stellen. Im Rahmen seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität Freiburg begleitete er verschiedene Pfarreien mit unterschiedlichen Strukturen auf diesem Weg.

Das Bild der Zielscheibe half anfangs die Konzentration auf die Wichtigen Dinge zu lenken. Vieles ist möglich, vieles sinnvoll, weniger ist notwendig und ganz wenig unverzichtbar. Mit diesem Viererschritt können Teams und kirchliche Gremien das eigene Handeln auf den Prüfstand stellen und die notwendigen Konsequenzen ziehen.

Im Kern geht es um die Unterscheidung der Geister, wie sie Ignatius von Loyola in den Mittelpunkt seiner Exerzitien stellt. Der gute Geist, Gottes Geist ist immer einfach. Der Versucher ist kompliziert und verwirrt den Menschen. Das gilt wesentlich auch für seelsorgliche Aktivität. Entscheidend ist, dass die einfachere Seelsorge nicht zur oberflächlicheren Seelsorge wird und statt klarer inhaltlicher Aussagen nur noch Gerede und Geplapper übrig bleibt. Das ist für die Heiden, wie Jesus Selbst feststellt, ehe er seine Jünger beten lehrt. Das persönliche und gemeinsame Gebet nimmt auch in der einfacheren Seelsorge den zentralen Platz ein.
Damit wird auch ein oft missverstandener Ansatz, der durch einfachere Strukturen neue Tätigkeitsfelder erschließt, im Keim erstickt. Nicht weiter sondern, tiefer und innerlicher muss die Seelsorge werden, wenn sie den Mensch unserer Zeit einerseits und den Seelsorgern andererseits gerecht werden will.

So zogen nach einer Stärkung, die fleißige Helferinnen für die Teilnehmer bereitet hatten, alle gemeinsam in die Pfarrkirche St. Martin zur festlichen Messfeier. Der Kirchenchor Laberweinting gestaltete die Heilige Messe kirchenmusikalisch mit der Missa Sancti Jacobi von Stefan Trenner aus dem Jahr 2002 und Volksgesang. In der Kapitelsmesse gedachten die vierundzwanzig um den Altar versammelten Priester der Verstorbenen des Dekanates. AM Ende der Messfeier gratulierte der Dekan den Jubilaren zu 25 bis zu 60 Jahren Dienst im Weinberg des Herrn.

Nach dem Festgottesdienst waren alle eingeladen zum Vortrag mit Diskussion mit Prof. Windisch in den Pfarrsaal zu kommen, der sich schnell füllte, so dass zusätzliche Stühle eilends herbei gebracht wurden. Das Team um PGR-Sprecher Max Wolf sorgte für die Bewirtung. Ein Teil der Inhalte des Nachmittags floss auch in den abendlichen Vortrag ein. Hier konkretisierte Professor Windisch seine Erfahrungen mit Beispielen aus seiner konkreten Arbeit mit verschiedenen Pfarrgemeinderäten einerseits und Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern andererseits. So entwickelte er den Begriff der ‚Monstranzseelsorge‘ ausgehend vom Bild der Monstranz, die wir beispielsweise an Fronleichnam mittragen und in der Prozession die Mitte bildet. So ist es wichtig die unverzichtlichen Dinge, also den lebendigen Bezug zu Gott in die Mitte zu stellen. Er muss es sein, der dann ausstrahlt und die notwendigen, sinnvollen und möglichen Aktivitäten in der Seelsorge prägt. Das eingägngie Bild und die verständliche Sprache regten zu einer lebhaften Diskussion an, was liebgewordene Tradition oder notwendiger Glaubensvollzug ist.

Für eine einfachere Seelsorge ist die Elementarisierung auf die wesentlichen Inhalte notwendig. Gerade aus der Zeit der 1970er und 1980er Jahre tragen wir manches mit, das heute nicht mehr oder nur noch schwer vermittelbar ist, andererseits aber auch nicht zum Innersten und damit Notwendigen gehört.

Am Ende des Tages dankte Dekan Josef Ofenbeck mit Pfarrer und Prodekan Reinhard Röhrner als Gastgeber allen die gekommen waren und durch gebet und Diskussion den tag mitgestalteten. Vor allem den fleißigen Helferinnen und Helfern galt ein besonderes Vergelt’s Gott.

Opens internal link in current windowWeitere Bilder vom Kapitelsjahrtag des Dekanates

Begeisterung leben

Drei Wochen nach der Firmung, der Stärkung mit dem Heiligen Geist, feierten die Firmlinge mit Paten, Eltern und Geschwistern das Feuerfest16. Als getaufte und gefirmte Christen wollen sie Zeugnis für ihren Glauben im Alltag ablegen, die Pfarrei mitgestalten und das Leben in der Gemeinschaft prägen.

Gemeinsam radelte eine große Schar vom Pfarrheim St. Martin zur Wallfahrtskirche zu Unserer lieben Frau von Haader um dort eine Andacht zu feiern. In der Andacht wurden Handschmeichlerkreuze aus Olivenholz geweiht, die christliche Palästinenser in bethlehem im Heiligen Land fertigten. Anschließend bekam jeder ein Kreuz geschenkt. Pfarrer Reinhard Röhrner ermunterte die Jugendlichen aus dem Glauben zu leben und so ein festes Fundament zu haben, auch für unsichere und stürmische Zeiten. Das Handschmeichlerkreuz kann wie ein Haltegriff sein, an dem man sich gerade in Krisen klammern kann. Durch die Form lädt es ein es fest in die hand zu nehmen.

Nach der Andacht fuhren alle gestärkt mit Gebet und Segen weiter zum Waldgasthof Hart um dort gemeinsam zu feiern. Duft ddes Grills lockte schnell alle an um sich zu stärken. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde am Feuerplatz ein Lagerfeuer angezündet, auch hier erwiesen sich einige Firmlinge als begeisterte Helfer.

Eindrücke vom feuerfest16

O Maria sei uns gegrüßt

Am Sonntag, 29. Mai gestaltete der Chor Vivace die letzte feierliche Maiandacht für das Jahr 2016 in der Pfarrei St. Martin. Mit neugeistlichem Liedgut und bekannten Melodien begleitete der Chor unter Leitung von Heidi Buchner-Gandorfer die letzte Maiandacht in der Pfarrkirche.

Gott kommt im Wort zu uns, Maria schenkt uns das fleischgewordene Wort. Unter diesen Gedanken hob Pfarrer Reinhard Röhrner in der Andacht noch einmal die besondere heilsgeschichtliche Bedeutung Mariens hervor.

Die Jungfrau Maria ist die Mutter des ewigen Wortes geworden. Auch wir wollen auf das Wort Gottes zu hören in den vielen Worten unserer Tage. Das Ziel des Lebens ist die Erlösung, der Himmel. Himmel ist nicht einfach ein Ort, sondern die unmittelbare Gegenwart Gottes. Gemeinschaft, ohne Vorbehalt
Gott und Menschen gegenüber, wie ein ehrliches, offenes und freies Wort.

Gemeindeevangeliar

Flucht - Heimat

Den Menschen in Würde und Achtung begegnen, ein Weg das Gebot der Liebe zu Gott und Mensch zu verwirklichen.

Informationen zum Engagement in der Pfarrei:

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Ein lesenswerter Artikel der Süddeutschen Zeitung:
Opens external link in new windowVom Vorurteil zur Fremdenfeindlichkeit