Die Kirchhofmauer in laberweinting war jahrelang bauföllig. 2009 stürzte ein Teil ein.
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Kirchhofmauer – ein Schmuckstück des Dorfes
Eigenleistungen verringern die Kosten – Zuschüsse von Finanzkammer und Gemeinde
Bis vor kurzem erblickte man, wenn man nach Laberweinting kam oder das Dorf Richtung Sallach verließ eine unansehnliche Mauer, deren Putz Risse und Fehlstellen aufwies, bei deren Abdeckung zahlreiche Ziegel fehlten oder abgebrochen waren. Dies hat sich geändert. Während der letzten drei Monate wurde fleißig an der Wand gearbeitet, so dass sie jetzt in neuem Glanz dasteht und wesentlich zur Verschönerung des Ortsbildes beiträgt.
Die Geschichte dieser Mauer begann im Jahr 1913, nach der Erweiterung der Kirche errichtete man eine neue Friedhofmauer mit Grabkapellen und Grabnischen, die in ihrer Art nach Aussagen eines Vertreters des Landesamtes für Denkmalschutz einmalig für Niederbayern seien. Sie untersteht dem Ensembleschutz und darf deshalb nicht abgerissen werden. So entschloss sich die Kirchenverwaltung trotz klammer Finanzen eine Renovierung in Angriff zu nehmen. Das Bischöfliche Baureferat und das Landratsamt als Untere Denkmalbehörde gaben die Richtlinien für die Instandsetzung vor, nach Einholung der Angebote für die einzelnen Gewerke erfolgte die stiftungsaufsichtliche Genehmigung durch die Bischöfliche Finanzkammer. Der jeweils billigste Bieter für die Gewerke Maurer-, Steinmetz-, Spengler- und Malerarbeiten erhielt nach Beschluss der Kirchenverwaltung den Auftrag. Bevor jedoch die einzelnen Firmen mit ihren Arbeiten begannen, schlug man in Eigenleistung den alten und schadhaften Putz von der Mauer. In ca. 300 Arbeitsstunden leisteten insgesamt 40 Freiwillige wertvolle Unterstützung für die Durchführung des Vorhabens.
Nachdem die Grabsteine und Epitaphien entfernt worden waren, begann die beauftragte Baufirma mit der Freilegung der Fundamente und dem Unterfangen der Mauer. Risse in der Mauer wurden durch Verpressen stabilisiert. Das für die Bauaufsicht beauftragte Ingenieurbüro Roider hatte durch eine Fotodokumentation und das dazugehörige Aufmaß den ursprünglichen Zustand festgehalten, so dass durch die Renovierungsarbeiten die Mauer und die Grabkapellen in ihrem ehemaligen Bestand erhalten blieben. Lediglich eine einzige Grabnische musste völlig neu errichtet werden, der Zustand der anderen wurde durch die handwerkliche Kunst der eingesetzten Maurer stabilisiert und mit neuem Putz versehen. Mit Biberziegeln deckte man die Mauer wieder ab. Die entfernten Grabsteine und Epitaphien wurden vom Steinmetz wieder am alten Platz aufgestellt. Auch die Abdeckungen einzelner Grabkapellen aus Kupferblech fertigte die beauftragte Firma nach den aufgenommen Bildern so an, dass kein Regenwasser mehr in die dahinterliegende Mauer eindringen kann. Den letzten Schliff erhielt die Mauer durch einen Farbanstrich, der dem weißen Flächen des Gotteshauses entspricht.
Finanzielle Unterstützung erfuhr die Kirchenstiftung durch Zuschüsse der Bischöflichen Finanzkammer in Höhe von 55.500 Euro und der Gemeinde Laberweinting in Höhe von 14.000 Euro. Zahlreiche Spenden sind inzwischen eingegangen und erreichten bis jetzt den Betrag von 20.000 Euro. Insgesamt kostet die Maßnahme ca. 160.000 Euro.
Die Mauer im oberen Friedhof bedarf ebenfalls einer Sanierung bzw. einer Neuerrichtung. Sie kann aber erst in einigen Jahren in Angriff genommen werden, wenn die finanziellen Voraussetzungen gegeben sind.
Jetzt sind die Renovierungsarbeiten fast abgeschlossen. Hier können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen:











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